"ALLIANCE FOR NATURE - Allianz für Natur" ist eine unabhängige nichtstaatliche Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation mit Sitz in Wien, die 1988 gegründet wurde. ALLIANCE FOR NATURE setzt sich vor allem für die Erhaltung von Landschaften und Kulturdenkmälern ein. Seit rund 15 Jahren arbeitet ALLIANCE FOR NATURE insbesondere im Sinne der UNESCO-Welterbe-Konvention.
Mitglieder des Vorstandes, des Beirates und Rechnungsprüfer
- Initiative "Rettet das Dorfertal"
- ALLIANCE FOR NATURE und die IUCN-Kriterien
- ALLIANCE FOR NATURE und die Welterbe-Konvention
- Initiative "Weltkulturerbe Semmeringbahn"®
- Initiative "Welterbe Wachau"®
- Initiative "Semmeringbahn statt Tunnelwahn"
- Die Auszeichnungen der ALLIANCE FOR NATURE
- Anerkennung als Umweltorganisation gemäß UVP-G 2000
- 20 Jahre ALLIANCE FOR NATURE
- Medienberichte über ALLIANCE FOR NATURE
Mitgliedsbeitrag und Beitrittserklärung
Bankverbindungen
Impressum
1988/89 organisierte ALLIANCE FOR NATURE mit Unterstützung zahlreicher Umweltorganisationen und der örtlichen Bürgerinitiativen die Initiative "Rettet das Dorfertal" als Beitrag zur Bewahrung des Natur- und Kulturerbes der Hohen Tauern vor dem Speicherkraftwerk Dorfertal-Matrei. Nach dessen Plänen hätten die nach Süden verlaufenden Gletscherbäche der Großvenediger- und Großglocknergruppe in das Kalser Dorfertal am Fuße des Großglockners abgeleitet werden sollen. 1989 erfolgte die politische Absage des Kraftwerkprojektes, sodass auch auf Tiroler Boden der Nationalpark Hohe Tauern eingerichtet werden konnte. Die Initiative "Rettet das Dorfertal" wurde mit dem Österreichischen Staatspreis für Umweltschutz ("Konrad Lorenz - Preis") ausgezeichnet.
1991 organisierte ALLIANCE FOR NATURE die offizielle, von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) autorisierte Übersetzung der "IUCN-Kriterien der ‘1985 United Nations List of National Parks and Protected Areas’". Daraufhin wurde in Österreich und Mitteleuropa die Übersetzung von vielen Gremien, die sich mit der Errichtung von Nationalparken und anderen internationalen Schutzgebieten beschäftigen, als Grundlage verwendet.
ALLIANCE FOR NATURE
hat sich seit Anfang der 1990er-Jahre dafür eingesetzt, dass Österreich
der internationalen UNESCO-"Konvention zum Schutz des Kultur- und
Naturerbes der Welt" beitritt. Die Konvention wurde 1972 von der UNESCO
mit dem Ziel beschlossen, weltweit die bedeutendsten Kulturdenkmäler
und die wertvollsten Naturlandschaften vor dem Verfall oder der
Zerstörung zu schützen und als Welterbe der gesamten Menschheit für
zukünftige Generationen zu erhalten. Seit 1993 ist Österreich Mitglied
dieses Übereinkommens und hat bislang acht Welterbestätten (Schloss
Schönbrunn, Altstadt von Salzburg, Kulturlandschaft
Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut, Semmeringbahn, Altstadt von Graz,
Kulturlandschaft Wachau, historisches Zentrum von Wien, Neusiedler See)
eingebracht. Seit 1993 setzt ALLIANCE FOR NATURE als NGO
(Nichtregierungsorganisation) Aktivitäten und Initiativen im Sinne der
Welterbe-Konvention und versucht der Bevölkerung die Ziele dieses
internationalen Übereinkommens durch Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Wanderausstellung
"Das Welterbe") nahezubringen. ALLIANCE FOR NATURE setzt sich
für die Eintragung von weltweit bedeutenden Naturlandschaften und
Kulturdenkmälern in die UNESCO-Welterbe-Liste ein und bietet allen
Staaten, Ländern und Regionen in Europa und Übersee ihre
diesbezüglichen Dienste an.
Weitere Information
Mehr als ein halbes
Jahrzehnt hat ALLIANCE FOR NATURE für die
Erklärung der Semmeringbahn zur Welterbestätte gemäß
Welterbe-Konvention eingesetzt. Im Dezember 1998 war es schließlich
soweit: Das UNESCO-Welterbe-Komitee setzte die Semmeringbahn als erste
Eisenbahn der Welt auf die Welterbe-Liste, in der sich bereits so
bedeutende
Naturlandschaften und Kulturdenkmäler wie die Nationalparke Yellowstone
und Serengeti bzw. die Pyramiden von Ägypten, das indische Grabmal
Taj Mahal, Venedig sowie die Altstädte von St. Petersburg, Rom und
Prag befinden.
Weshalb ALLIANCE FOR NATURE mehr als
fünf Jahre an ihrem Ziel arbeiten musste, lag insbesondere darin, dass
es bislang keine einzige Eisenbahnstrecke weltweit gab, die zur
UNESCO-Welterbestätte erklärt wurde. Deshalb gab die UNESCO eine
internationale Vergleichsstudie in Auftrag, die prüfte, ob die
Semmeringbahn
im Vergleich zu anderen weltweit bedeutenden Eisenbahnstrecken
tatsächlich
von derart außergewöhnlichem universellem Wert ist, dass sie zur
Welterbestätte erklärt werden kann.
ALLIANCE FOR NATURE hat zu diesem
Zweck eine eigene wissenschaftliche Dokumentation über die
Semmeringbahn
erarbeitet und der UNESCO zur Verfügung gestellt. Diese Dokumentation
wurde dann auch für die Erstellung eigener Kriterien für "World
Railway Heritage Sites" (Eisenbahn-Welterbestätten) herangezogen und
war auch ausschlaggebend dafür, dass die UNESCO die Semmeringbahn
in die Welterbe-Liste aufnahm.
Gemäß Welterbe-Konvention genießt
die Semmeringbahn nun den Schutz der internationalen
Staatengemeinschaft
und weltweites Ansehen, das der gesamten Region zugute kommt. Die
Semmeringbahn
ist damit nicht nur die erste Hochgebirgsbahn auf unserem Planeten
sondern
auch die erste Eisenbahnstrecke der Welt, die von der UNESCO mit dem
Prädikat
"Welterbe der Menschheit" ausgezeichnet wurde.
Weitere
Information
Im Rahmen dieser
Initiative konnte die
ALLIANCE FOR NATURE erreichen, dass die Wachau mit ihrer freifließenden
Donau, den bezaubernden Ortschaften und den prunkvollen Baudenkmälern
(Benediktinerstift Melk, Augustiner-Chorherrenstift Dürnstein,...)
zur Welterbestätte erklärt wurde und damit unter dem Schutz der
internationalen Staatengemeinschaft steht. Im November 2000 hat das
UNESCO-Welterbe-Komitee
die Wachau zum Welterbe erklärt.
Weitere
Information
Seit 1992 betreibt ALLIANCE FOR NATURE diese Initiative und wird hierbei von den örtlichen Bürgerinitiativen sowie zahlreichen Umweltorganisationen unterstützt. Das Ziel der Initiative ist die Bewahrung der Natur- und Kulturlandschaft des Semmerings vor dem heftig umstrittenen "Basistunnel". Derzeit sind die Arbeiten am Sondierstollen eingestellt, da die naturschutzrechtliche Bewilligung für den Tunnel bislang versagt wurde. Die Initiative wurde mit dem "Landschaftsschutzpreis" des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie ausgezeichnet.
| 1988 | Österreichischer Staatspreis für Umweltschutz ("Konrad-Lorenz-Preis") | |
| 1992 | Landschaftsschutzpreis des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie | |
| 1993 | Niederösterreichischer Umweltpreis | |
| 1995 | Nominierung für den internationalen UNESCO-"Sultan Qaboos-Umweltschutzpreis" durch das Bundesministerium für Umwelt (Republik Österreich) | |
| 1999 | "Preis des Stadtpräsidenten von Torun" (Polen) | |
| 2001 | Eintragung im "Guinness Buch der Rekorde 2001" | |
| 2001 | "Europa Nostra Medal of Honour 2001" | |
| 2002 | "Grand Prix der Tour-Expo-2002" (Torun/Polen) | |
| 2002 | "Preis des Stadtpräsidenten von Torun" (Polen) | |
| 2002 | Eintragung des Generalsekretärs der ALLIANCE FOR NATURE, DI Christian Schuhböck, in die Liste "The Best in Heritage", erstellt von ICOM,UNESCO, Europa Nostra, mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien | |
| 2004 | Auszeichnung der Polnisch-Österreichischen Gesellschaft für besondere Verdienste um die Beziehungen zwischen Österreich und Polen | |
| 2007 | Nominierung für den "Neptun Wasserpreis 2007" | |
| 2009 | "Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" |
Per Bescheid vom 02.04.2007 hat der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit ALLIANCE FOR NATURE (Allianz für Natur) als Umweltorganisation gemäß § 19 Abs. 7 UVP-G 2000 anerkannt. ALLIANCE FOR NATURE ist berechtigt, Österreich-weit die Parteienrechte gemäß § 19 Abs. 10 UVP-G 2000 wahrzunehmen.
Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation "ALLIANCE FOR NATURE" und des 10-jährigen Jubiläums "Weltkulturerbe Semmeringbahn" fand am 30. Mai 2008 im "Raxalpenhof" am Semmering die Generalversammlung 2008 statt, an der folgende Funktionäre und engere Mitarbeiter/innen teilnahmen: Mag. Stefan Oberhauser (1. Vorsitzender), DI Christian Schuhböck (Generalsekretär), Mag. Viktor Sobol (Vorsitzender des Beirats), Christa Englinger (Mitglied des Beirats), Dr. Josef Lueger (Mitglied des Beirats), Eva M. Lenz (Mitglied des Beirats), Mag. Elisabeth Prügger (Mitglied des Beirats), Albert Marth (Rechnungsprüfer), Gudrun Marth (Rechnungsprüferin), Eleonore Jöll (Buchhaltung) und Raimund Krammer (EDV). Am darauf folgenden Tag erfolgte eine gemeinsame Wanderung am Bahnwanderweg entlang der Semmeringbahn.