Seit
1988 engagiert sich die Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation
ALLIANCE FOR NATURE für den Schutz und die Erhaltung des Natur- und
Kulturerbes der Hohen Tauern. Zu diesem Zweck hat sie 1988/1989 die
Initiative „Rettet das Dorfertal“ ins Leben gerufen, um die
Hochgebirgslandschaft vor dem geplanten Speicherkraftwerk Dorfertal-Matrei
zu bewahren und einen länderübergreifenden Nationalpark zu ermöglichen.
1989 erfolgte die politische Absage des Kraftwerkprojektes, sodass der
Nationalpark Hohe Tauern nicht nur in Kärnten und Salzburg, sondern auch
in Tirol (und somit länderübergreifend) eingerichtet werden konnte.
Als Mitte September 2006 der gesamte Nationalpark Hohe Tauern (der drei Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol) als Schutzgebiet der IUCN-Kategorie II (Nationalpark) anerkannt wurde, unterbreitete ALLIANCE FOR NATURE im Dezember 2006 den verantwortlichen Politikern den Vorschlag, die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern als Weltnaturerbe zu nominieren. In ihrem Antwortschreiben an ALLIANCE-Generalsekretär Christian Schuhböck hielt die damalige Nationalparkreferentin und Landesrätin Doraja Eberle fest, dass sie die Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern als UNESCO-Weltnaturerbe für eine gute Idee hält und Arbeiten in diese Richtung auch im Regierungsübereinkommens vorgesehen seien. Doch fehlte letztendlich für die Welterbe-Nominierung der gemeinsame politische Wille aller drei Bundesländer.
Einige Jahre später schlug ALLIANCE FOR NATURE vor, die Hochgebirgsregion
der Hohen Tauern gemeinsam mit der Großglockner-Hochalpenstraße als
gemischte Weltnatur- und Weltkulturerbestätte („mixed site“) zu
beantragen, damit Österreich zumindest eine Weltnaturerbestätte ausweisen
könne – doch vergebens. Stattdessen gibt es seit 2015 Bestrebungen, einzig
und allein die Großglockner-Hochalpenstraße zu nominieren, ohne jedoch die
Gelegenheit wahrzunehmen, auch die herrliche, atemberaubende
Gebirgslandschaft unter den Schutz der internationalen Staatengemeinschaft
stellen zu lassen.
Ende April 2016 betonte Umweltminister Andrä Rupprechter, dass Österreichs Nationalparks Aushängeschilder unserer Heimat seien: „Sie sind geschützte Lebensräume mit einer einzigarten Tier- und Pflanzenwelt und wichtiges Naturerbe. Sie repräsentieren die natürliche Vielfalt Österreichs und sind damit echte Vorzeigebeispiele für Best of Austria.“
Deshalb appellierte Anfang Mai 2016 ALLIANCE FOR NATURE erneut an die verantwortlichen Politiker, den Nationalpark Hohe Tauern für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste zu nominieren – entweder als reines Weltnaturerbe oder gemeinsam mit der Großglockner-Hochalpenstraße als gemischtes Weltnatur- und Weltkulturerbe. „Schließlich stehe der Nationalpark Hohe Tauern bereits seit 2003 auf der Vorschlagsliste Österreichs“, konstatierte Christian Schuhböck, Sachverständiger für Nationalparks und Welterbestätten.
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