Die
ALLIANCE FOR NATURE konnte auch in der benachbarten Schweiz einen Erfolg im Landschaftsschutz
erzielen. Denn das UNESCO-Welterbe-Komitee nahm den Aletschgletscher ins Weltnaturerbe-Inventar
auf.Im November 1999 gab die ALLIANCE FOR NATURE einen entscheidenden Impuls für die Nominierung des potentiellen Weltnaturerbe-Gebietes Jungfrau-Aletsch in den Berner Alpen, nachdem ein Mitglied des UNESCO-Welterbe-Komitees diesbezüglich an die ALLIANCE FOR NATURE herangetreten war. Daraus leitete die ALLIANCE FOR NATURE auch das Recht ab, selbst einen konkreten Perimeter-Vorschlag für die Gebietsabgrenzung vorzulegen. Der Grund hierfür lag darin, daß aus Sicht der ALLIANCE FOR NATURE das vorgeschlagene Gebiet zu eng abgegrenzt war und zusätzliche Bereiche der Berner Alpen (Blüemlisalp, Wetterhorn) ebenso in das geplante Welterbe-Gebiet eingebunden gehören. Außerdem sollten unbedingt Pufferzonen zwischen den sensiblen Naturbereichen und den intensiv erschlossenen Tourismusbereichen eingerichtet werden. Die ALLIANCE FOR NATURE legte ihren Perimeter-Vorschlag im Frühjahr 2001 der Weltnaturschutzunion IUCN vor und präsentierte ihn im Rahmen einer Medienkonferenz in Bern der Schweizer Öffentlichkeit.
Ende Juni 2001 hat die Weltnaturschutzunion IUCN die Aufnahme des Schweizer Gebietes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn in die UNESCO-Welterbe-Liste gutgeheißen. Außerdem hat die IUCN die Erweiterung dieses Gebietes um Blüemlisalp und Wetterhorn in einer zweiten Phase empfohlen und damit den Vorschlag der ALLIANCE FOR NATURE aufgegriffen. Ende des Jahres 2001 hat das Welterbe-Komitee den längsten Gletscher Europas in die Welterbe-Liste aufgenommen. Der Aletschgletscher samt Hochgebirge um Jungfrau, Mönch und Eiger (Berner Alpen/Schweiz) ist die erste lebende Landschaft Mitteleuropas, die den Status eines Weltnaturerbes genießt. Da jetzt auch die Gletscherlandschaft in Europa zum Kreis der Welterbestätten gehört, kann der Naturschutz auch auf Ebene des UNESCO-Welterbes gegen den weltweiten Gletscherschwund - u.a. infolge des Treibhauseffektes - ankämpfen. Denn die Unterzeichnerstaaten der Konvention, darunter auch die USA, sind verpflichtet, Schädigungen des eigenen Welterbes, aber auch jenes anderer Mitgliedsländer zu unterlassen.
Die ALLIANCE FOR NATURE will nun eine Erweiterung
des jetzigen Welterbe-Gebietes um Blümlisalp, Wetterhorn und Aaregletscher
erreichen. Denn derzeit sind die Aaregletscher aufgrund eines Kraftwerkprojektes
nahe des Grimselpasses gefährdet.
Station Eigergletscher (2320) – Wandflie (2205; unterhalb v. Eiger) – Pfingstegg (1392) – Halsegg (1348) – Byhorn (2167) - x 2163 (unterhalb v. Wetterhorn) – Läsisteck (unterhalb v. Kl. Wellhorn) – Gstellihorn (2854,7) – Dossen (3138) – Ränfenhorn (3259) – Hangendgletscherhorn (3291,9) – Tälligrat – Staumauer (An der Matten) – Ritzlihorn (3263,1) – Steinlauihorn (3162) – Hiendertelltihorn (3179) – Gr. Diamantstock (3162) – Bächlistock (3247) – Brandlammhorn (3089) – Vord. Zinggenstock (2915) – Löffelhorn (3095,2) – Oberaarrothorn (3463) – Hint. Galmihorn (3486) – Vorder Galmihorn (3517) – Wasenhorn (3446,8) – Setzehorn (3061) – Risihorn (2875,5) – Strahlhorn (3026,5) – Eggishorn (2927) – Bettmerhorn (2872) – Riederalp – Riederhorn (2230) – Staumauer (Stausee Gibidum) – Sparrhorn (3021) – Hohstock (3226) – Unterbächhorn (3554) – Grisighorn (3177) – Hofathorn (2845) – Foggenhorn (2569) – Gärsthorn (2927) – Wiwannihorn (3001) – Schwarzhorn (2659) – Chistehorn (2785) – Wannihorn (3115) – Wilerhorn (3307) – Bietschhorn (3934) – Breitlauihorn (3655) – Breithorn (3785) – Lonzahörner – Schinhorn (3797) – Jegichnubel (3124) – Burstspitza (3119) – Chrindelspitza (3017) – Tellispitza – Tennbachhorn (3013) – Hockenhorn (3293) – Doldenhorn (3638) – Oeschinensee (1593) – Schwarzhorn (2786) – Hohtürli (2778) – Bütlasse (3193) – Gspaltenhorn (3436) – Ellstabhorn (2830) – x 2320 (unterhalb bzw. nordwestl. v. Mittaghorn) – x 2719 (unterhalb bzw. nordwestl. v. Äbeni Flue) – x 2307 (unterhalb bzw. westl. d. Jungfrau) – Schwarzmönch – Station Eigergletscher
Die Angaben und Bezeichnungen beziehen sich auf die Landeskarten der Schweiz Jungfrau (1:50.000), Berner Oberland (1:50.000), Oberwallis (1:100.000) und Brünigpass (1:100.000).