Verordnung
der Steiermärkischen Landesregierung
Erläuterungen
zur Verordnung
Karte
Grüner See (252 KB)
Orthophoto
Grüner See (96 KB)
Bildergalerie
von der Naturschutzfeier am Grünen See (Tragöß, Steiermark 30.7.2007)
Anlass der Initiative
"Grüner See /
Hochschwab – Naturschutz für Wasserschutz"Seit den 1990er-Jahren gibt es Pläne, große Mengen an Quellwasser – man spricht von 15 – 20 Millionen Liter Wasser pro Tag – aus der Region um den Grünen See am Südfuß des Hochschwabs abzuleiten. Die Bevölkerung vor Ort befürchtet(e), dass infolge dessen der smaragdgrüne See austrocknen und die Landschaft veröden könnte. 1996 wurde zwar die Einzigartigkeit des Biotopverbundes rund um den Kreuzteich, den Grünen See, das Regenmoor und den Pfarrerteich durch die Arbeitsgruppe "Biotopschutz Obersteiermark" nachgewiesen. Doch wurde damals eine Unterschutzstellung als Naturschutzgebiet vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung als "nicht zielführend" abgelehnt, da dem Gebiet angeblich die Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit fehle. Wasserableitungen in benachbarten Regionen zeigten aber sehr deutlich deren Auswirkungen (Trockenfallen von Flüssen, Verödung der Landschaft). Aufgrund des Mosaiks aus Waldungen, kristallklaren Gewässern, Auwaldzonen und Mooren hatte die Region rund um den Grünen See zwar den Status eines Landschaftsschutzgebietes, doch dieses schützte die Region nicht vor Wasserableitungen. Denn der Schutz des Wassers ist in einem Landschaftsschutzgebiet nicht enthalten. Dementsprechend entschlossen sich die Bürgerinitiative "Grüner See - Natur" und "Alliance For Nature" dazu, den Status eines Naturschutzgebietes für den Grünen See anzustreben.
Im Rahmen der
öffentlichkeitswirksamen Aktion
"Das Feuer des Smaragds" im August 2000 wurde die Bevölkerung
von
diesen Plänen informiert und eine entsprechende Resolution an
den
Steiermärkischen Landtag verfasst. In der Folge wurde die
Resolution als
Petition eingebracht.
Da die Beamten der Naturschutzabteilung im Amt der Steiermärkischen Landesregierung die Schutzwürdigkeit immer noch anzweifelten, erstellte "Alliance For Nature" mit Unterstützung der Bürgerinitiative "Grüner See – Natur" ein Gutachten und konnte darin die Schutzwürdigkeit des Grünen Sees nachweisen. In der Folge beantragte "Alliance For Nature" (AFN) neuerlich, den Grünen See am Fuße des Hochschwabs unter Naturschutz zu stellen. In ihrem Gutachten hob "Alliance For Nature" die außergewöhnliche Hydrogeologie dieses smaragdgrünen Sees hervor und zog zudem einen Vergleich mit dem Lake Moraine in den Kanadischen Rocky Mountains, die von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurden. Ein Generalgutachten, erstellt im Auftrag der Naturschutzabteilung im Amt der Steiermärkischen Landesregierung, bestätigte die Aussagen des AFN-Gutachtens, doch aus politischen Gründen blieb eine Unterschutzstellung des Grünen Sees als Naturschutzgebiet versagt.
Kurz nachdem es in der Steiermark zu einem politischen Regierungswechsel kam, brachte "Alliance For Nature" eine neuerliche Petition mit dem Antrag auf gesetzliche Verankerung des Naturschutzgebietes "Grüner See / Hochschwab" ein. Mitte Oktober 2006 wurde schließlich der Grüne See von der Steiermärkischen Landesregierung per Verordnung zum Naturschutzgebiet erklärt.
Erst die
Erklärung zum Naturschutzgebiet
verhindert in dem hydrologisch äußerst sensiblen
Gebiet am Fuße des
Hochschwabs eine umfangreiche Ableitung von Quell- bzw. Grundwasser.
Dadurch
bleibt nicht nur der natürliche Grundwasserhaushalt erhalten,
sondern auch die
zahlreichen Oberflächengewässer wie der Kreuzteich
und der Grüne See konnten
durch diese Initiative für kommende Generationen gerettet
werden. Aufgrund der
sensiblen Gesetzgebung (Verordnung), für die sich ebenfalls
"Alliance For
Nature" eingesetzt hat, profitiert zudem auch der sanfte Tourismus.
Um unsere Initiativen und Aktivitäten fortsetzen zu können, sind wir für jede Spende dankbar:
Spendenkonto:
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien