Flussbauliches Gesamtprojekt Donau östlich von Wien

Nein zum Donau-Ausbau östlich von Wien

EU-KahnDer 47 km lange Donau-Flussabschnitt zwischen Wien und Bratislava ist neben der Wachau die letzte freie Fließwasserstrecke der Donau und mit seinen Schotterbänken und naturbelassenen bzw. naturnahen Nebenarmen der größte zusammenhängende Auwald in Österreich. Würden die geplanten Maßnahmen zwecks Ausbau der Schifffahrtsrinne im österreichischen Nationalpark-Abschnitt genehmigt werden, würde der Ausbaudruck auch auf die restlichen 2.000 km Donaustrecke bis zu Schwarzen Meer steigen – was für die Donau insgesamt zu einer ökologischen Verschlechterung und damit zu einem Verstoß gegen die Welterbe-Konvention (Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt) führen würde. So wäre zum Beispiel die Wachau betroffen, die seitens der UNESCO zum Weltkulturerbe gemäß Welterbe-Konvention erklärt wurde.

Die geplanten Maßnahmen stellen anthropogene Eingriffe dar, die sich unter Umständen negativ auf das gesamte Flusssystem der Donau auswirken. Dies hätte zur Folge, dass die Republik Österreich gegen die Kriterien der Welterbe-Konvention verstoßen würde.

Die geplanten Maßnahmen könnten zu einer Aberkennung des Nationalpark-Status Kategorie II der Richtlinien der Weltnaturschutzunion (IUCN) führen, was wiederum einen Verstoß gegen die Ziele des Wiener Nationalparkgesetzes mit sich bringen würde.

ALLIANCE FOR NATURE (Allianz für Natur) fordert demnach die UVP-Behörde auf, den Genehmigungsantrag zum „Flussbaulichen Gesamtprojekt Donau östlich von Wien“ (Ausbau der Schifffahrtsrinne) zurückzuweisen.