Biographie von DI Christian Schuhböck

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Dipl.-Ing. Christian Schuhböck

Österreich; geboren in Wien

Landschaftsökologe (Universität für Bodenkultur Wien)

Generalsekretär der Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation ALLIANCE FOR NATURE - Allianz für Natur (AFN)
Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Naturschutz (insbesondere für Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Nationalparks und UNESCO-Welterbe-Gebiete [Weltkulturerbe, Weltnaturerbe] sowie andere nationale und internationale Schutzgebiete) sowie Landschaftsökologie, Landschaftspflege und Landschaftsgestaltung

C. Schuhböck mit Lokomotive der 
Darjeeling-Himalaya-Eisenbahn

  • 1983-2003 ehrenamtlicher Naturschutzreferent der Sektion Wiener Lehrer des Oesterreichischen Alpenvereines.

  • 1984 Mitwirkung an der Besetzung zur Rettung der Stopfenreuther Donau-Auen bei Hainburg; Mitbegründer des Komitees im Oesterreichischen Alpenverein für den Nationalpark "Donau-March-Thaya-Auen".

  • 1988 (während seines Studiums) Gründung und seither Leitung der ALLIANCE FOR NATURE als Generalsekretär.

  • Organisation und Leitung der AFN-Initiative "Rettet das Dorfertal" Im Rahmen dieser Initiative macht Christian Schuhböck 1988/89 öffentlichkeitswirksam auf die Problematik des geplanten Speicherkraftwerkes Dorfertal-Matrei in Osttirol und die Unvereinbarkeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern aufmerksam. Er organisiert eine Phalanx von Natur- und Umweltschutzorganisationen gegen das Kraftwerksprojekt, nach dessen Plänen alle wesentlichen Gletscherbäche an der Südabdachung der Großvenediger-, Großglockner-, Granatspitz- und Schobergruppe abgeleitet werden sollten. Im März 1989 erfolgt die politische Absage des Kraftwerkprojektes und 1991 wird der Nationalpark Hohe Tauern gesetzlich verankert.

  • Auszeichnung mit dem Österreichischen Staatspreis für Umweltschutz 1988 ("Konrad-Lorenz-Preis für Umweltschutz") des Bundesministeriums für Umwelt für "besondere Leistungen zur Erhaltung des Unwiederbringlichen insbesondere zur Verhinderung irreversibler Schäden der Biosphäre in Österreich" (Initiative "Rettet das Dorfertal").

  • 07/1989 – 12/1989 Leitung des Pressereferates der "Nationalparkplanung Donau-Auen".
    In dieser Zeit kann Christian Schuhböck eine Weisung an die Österreichischen Bundesforste zur nationalparkkonformen Bewirtschaftung der Auenwälder am Nordufer der Donau östlich von Wien erwirken.

  • Organisation und Leitung der Übersetzung der "IUCN-Kriterien der ‘1985 United Nations List of National Parks and Protected Areas".
    1990 organisiert Christian Schuhböck die offizielle und von der Weltnaturschutzunion IUCN autorisierte Übersetzung der internationalen IUCN-Kriterien für Nationalparke und andere Schutzgebiete, die daraufhin im gesamten deutschsprachigen Raum bei der Errichtung von Schutzgebieten zur Anwendung kommt.

  • Aktivitäten zur Erhaltung der Donau-Auen östlich von Wien
    Seit der Besetzung der Stopfenreuther Auen 1984 wegen deren Gefährdung durch das Laufkraftwerksprojekt Hainburg setzt Christian Schuhböck Aktivitäten zum Schutz der Donau-Auen östlich von Wien. 1991 bis 1993 führt er das öffentlichkeitswirksame Projekt „Der Traum der Danubia“ durch, welches 1993 mit dem „Niederösterreichischen Umwelt­preis“ ausgezeichnet wird. 1996/1997 werden die Donau-Auen östlich von Wien als Nationalpark gesetzlich verankert. 1997 bis 2009 ist Christian Schuhböck Mitglied des Wiener Nationalpark-Beirates Donau-Auen.

  • 1991-1993 Einsatz für den Beitritt Österreichs zur UNESCO-"Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" (Welterbe-Konvention). Seit März 1993 ist Österreich Mitglied der Konvention.

  • Seit 1992 Organisation und Leitung der AFN-Initiative „Semmeringbahn statt Tunnel­wahn“, um das Niederösterreichische Landschaftsschutzgebiet „Rax-Schneeberg“ samt Semmering vor dem umstrittenen Eisenbahntunnel zu bewahren, der eine massive Beeinträchtigung des natürlichen Wasserhaushaltes der Region mit sich bringen würde. 2005 wird der Basistunnel politisch abgesagt, zugleich aber ein neues Tunnelprojekt in Auftrag gegeben.

  • Auszeichnung mit dem "Landschaftsschutzpreis 1992" ("Conservation Awards") des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie für die AFN-Initiative "Semmeringbahn statt Tunnelwahn".

  • 01/1993 – 07/1993 Absolvierung des Jungakademikertrainings bei der ALLIANCE FOR NATURE.

  • Ab 1993 Organisation und Leitung der AFN-Initiative „Weltkulturerbe Semmeringbahn“ zwecks Nominierung der Semmeringbahn als Welterbestätte gemäß UNESCO- „Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“. Im Dezember 1998 wird die Semmeringbahn mit ihrer umgebenden Landschaft zur Welterbestätte erklärt. Die Semmeringbahn ist die erste Hochgebirgsbahn der Welt und erste Eisenbahn-Welterbestätte der Welt. Die AFN-Initiative „Weltkulturerbe Semmeringbahn“ erzielt internationale Vorbildwirkung: 1999 wird die indische Darjeeling-Himalaya-Eisenbahn zur Welterbestätte ernannt. Andere Staaten wie Indonesien und die Schweiz konsultieren Christian Schuhböck/AFN bezüglich Aufnahme von Eisenbahnstrecken in die UNESCO-Welterbe-Liste. 2005 wird die Nilgiri-Zahnradbahn im Süden Indiens und 2008 die Kalka-Shimla-Schmalspurbahn im Nordwesten Indiens zu Welterbestätten erklärt. 2008 folgt die Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina in den Kreis der Welterbestätten. Sie ist die erste grenzüberschreitende Eisenbahn-Welterbestätte (Schweiz/Italien).

  • Ab 1993 Organisation und Leitung der AFN-Initiative „Welterbe Wachau“ für die Nominierung der Wachau, eine der schönsten Fluss- und Kulturlandschaften an der Donau, als Welterbestätte gemäß UNESCO-„Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“. Im November 2000 wird die Wachau zur Welterbestätte erklärt. Auch die Initiative „Welterbe Wachau“ erlangt internationale Vorbildwirkung: 1999 konsultieren die Betreiber der Initiative „Welterbe Mittelrhein“ Christian Schuhböck/AFN. 2002 wird das Obere Mittelrheintal zur Welterbestätte ernannt.

  • Seit 07/1993 hauptberuflicher Geschäftsführer (Generalsekretär) der ALLIANCE FOR NATURE

  • 1995 Nominierung der AFN-"Initiatives for the World Heritage" (‘Initiativen für das Welterbe’) für den UNESCO-"Sultan Qaboos Prize for Environmental Preservation 1995" durch die Republik Österreich (Bundesministerium für Umwelt).

  • 1998/1999 Eintragung ins "Guinness-Buch der Rekorde" (UNESCO-Welterbe-Emblem im Rahmen der Feier "Weltkulturerbe Semmeringbahn").

  • 1999 Auszeichnung mit dem "Preis des Stadtpräsidenten von Toruń" (Polen) für die Präsentation der AFN-Wanderausstellung "Das Welterbe" bei der internationalen Messe "Tour-Expo ’99".

  • Ab 1999 Einsatz für die Eintragung der Hochgebirgslandschaft um Jungfrau, Mönch und Eiger samt Aletschgletscher (Berner Alpen; Schweiz) in die UNESCO-Welterbe-Liste. 2001 wird das Gebiet „Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn“ von der UNESCO zum Weltnatur­erbe ernannt. Danach Einsatz für eine Erweiterung des Weltnaturerbe-Gebietes um Blümlisalp, Wetterhorn und Aaregletscher, die 2007 erfolgt. Der von Christian Schuhböck erarbeitete AFN-Perimeter-Vorschlag für die heutige Weltnaturerbestätte „Alpenregion Jungfrau mit Eiger und Mönch, Aletschgletscher und Bietschhorn“ wird beinahe 1:1 übernommen.

  • Ab 1999 Einsatz für die Schaffung des Naturschutzgebietes „Grüner See/Hochschwab“ in der Steiermark, das 2006 verordnet wird.

  • Seit 2000 setzt sich Christian Schuhböck/AFN für einen besseren Schutz des Neusiedler Sees ein und wirbt für eine internationale Welterbe-Kooperation mit dem Ichkeul-See (Tunesien). Beide Seen sind wichtige Vogelrefugien und wurden jeweils zum National­park, Biosphären-Reservat, Feuchtgebiet internationaler Bedeutung gemäß Ramsar-Konvention und zur Welterbestätte ernannt.

  • Seit 2000 Organisation und Leitung der AFN-Initiative „Welterbe Donau-March-Thaya-Auen“ für die Nominierung dieser Fluss- und Auenlandschaft (eventuell inklusive March­feldschlösser) als Welterbestätte gemäß UNESCO-„Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“

  • 2001 unterbreitet Christian Schuhböck/AFN der Russischen Föderation den offiziellen Vorschlag hinsichtlich Nominierung der Transsibirischen Eisenbahn und der umgebenden Landschaft als Welterbestätte gemäß UNESCO-„Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“. Seitdem beschäftigen sich die Russische Regierung und das Russische Eisenbahnministerium mit dem Vorschlag. Insbesondere die Cirumbaikalbahn, ein Teilstück der Transsibirischen Eisenbahn am Baikalsee, käme als Eisenbahn-Welterbestätte in Frage.

  • 2002 Auszeichnung mit dem „Preis des Stadtpräsidenten von Toruń“ (Polen) für den attraktivsten Messestand (Weltkulturerbe Altstadt von Salzburg, Nationalpark Hohe Tauern, Großglockner-Hochalpenstraße und Österreichs Welterbestätten) bei der inter­nationalen Messe „Tour-Expo 2002“

  • 2002 Auszeichnung mit dem „Grand Prix“ der internationalen Welterbe-Messe „Tour-Expo 2002“ in Toruń (Polen) für die komplexe und interessante AFN-Präsentation aller Welterbestätten Österreichs sowie die Performance „Rock me Amadeus“

  • 2002 wird Christian Schuhböck von Seiner Königlichen Hoheit Prinz Henrik von Däne­mark (als Präsident von Europa Nostra) in Anwesenheit von Königin Margrethe II. die „Europa Nostra Medal of Honour“ für seinen ausdauernden und gewissenhaften Beitrag zum Schutz und zur Wertsteigerung des natürlichen und kulturellen Erbes von Europa verliehen. Darüber hinaus begründet das „Management Committee of Europa Nostra“ seine Entscheidung damit, dass Christian Schuhböck zu jenen herausragenden Persönlichkeiten gehört, deren vorbildliche Arbeit für das Erbe Europas von „Europa Nostra“ anerkannt wird.

  • 2002 Eintragung von Christian Schuhböck in die Liste „The Best in Heritage“, erstellt von ICOM, UNESCO, Europa Nostra, mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien

  • 2002 Herausgeber des Buches „Österreichs Welterbe“ im Christian-Brandstätter-Verlag (Auflage: 4.000 Stück) und Reader’s-Digest-Verlag (Auflage: 10.000 Stück)

  • 2002 unterbreitet Christian Schuhböck/AFN der Stadt Wien den Vorschlag einer Welterbe-Partnerschaft zwischen Wien und Havanna, der Hauptstadt Kubas.

  • 2003 startet Christian Schuhböck die AFN-Initiative „Welterbe Mount Everest“ mit dem Ziel einer grenzüberschreitenden Weltnaturerbestätte Sagarmatha – Chomolungma (Nepal, Tibet).

  • Seit 2003 unterstützt Christian Schuhböck die „Vereinigung der Freunde Grinzings“ hinsichtlich Nominierung der Grinzinger Weingarten-Kulturlandschaft als potentielle UNESCO-Welterbe-Kulturlandschaft.

  • 2004 unterbreitet Christian Schuhböck der Kirgisischen UNESCO-Kommission den Vorschlag, das Beš-Aral-Gebiet an der Grenze zu Usbekistan als Refugium des Rotwolfs und des Schneeleoparden als potentielle Weltnaturerbestätte gemäß UNESCO-Welterbe-Konvention zu nominieren. Start der AFN-Initiative „Weltnaturerbe Beš Aral“

  • 2004 Auszeichnung der Polnisch-Österreichischen-Gesellschaft für besondere Verdienste um die Beziehungen zwischen Österreich und Polen.

  • 2007 Nominierung für den „Neptun Wasserpreis 2007“ für die Initiative „Grüner See / Hochschwab – Naturschutz für Wasserschutz“

  • 2007 Autor des Magazins „Das Welterbe“ im Verlag Ed.Hölzel (Auflage: 2.000 Stück)

  • 2007-2008 Touristische Aufarbeitung des „Weltkulturerbes Semmeringbahn“ im Auftrag des „Vereins Freunde der Semmeringbahn“, einem Zusammenschluss der Gemeinden entlang der Semmeringbahn

  • 2008 erstellt Christian Schuhböck im Auftrag der „Bürgerinitiative Gruibert – Schützt das Welterbe“ eine Expertise, mit deren Hilfe ein Großprojekt in der Kernzone des Welterbe-Gebietes „Fertö/Neusiedler See“ aufgrund einer entsprechenden Stellungnahme der UNESCO verhindert werden kann.

  • 2008 wird Christian Schuhböck von der „Vereinigung der Freunde Grinzings“ für seinen Einsatz um die Erhaltung der Grinzinger Weingarten-Kulturlandschaft ausgezeichnet.

  • 2009 erhält Christian Schuhböck mit Entschließung des Bundespräsidenten das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

  • 2009/2010 Autor und Herausgeber des Buches „Weltkulturerbe Semmeringbahn“ im Kral-Verlag (Auflage: 2.000 Stück)

  • 2010 Wiederbelebung der AFN-Initiative „Semmeringbahn statt Tunnelwahn“ aufgrund der Einreichung des Projektes „Semmering-Basistunnel neu“ (SBTn) zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Einreichunterlagen im UVP-Verfahren zeigen, dass der SBTn einen massiven Eingriff in den Natur- und Wasserhaushalt des Semmerings bedeuten würde.

  • 2011 startet Christian Schuhböck die internationale Kampagne „Rettet das Weltkulturerbe Semmeringbahn“ aufgrund der Bedrohung durch das SBTn-Projekt.

  • 2012 Vereidigung zum allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen für Naturschutz sowie Landschaftsökologie, Landschaftspflege und Landschaftsgestaltung.

Christian Schuhböck vor Kilimanjaro