
ALLIANCE FOR NATURE hat sich gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen jahrelang für die Erhaltung der Donau-Auen östlich von Wien eingesetzt – mit Erfolg: 1996 wurde der Nationalpark Donau-Auen eingerichtet. Doch nun soll er durch die Lobau-Autobahn untergraben werden.
(Pressemitteilung der ALLIANCE FOR NATURE vom 27. April 2015)
Neben dem Semmering-Basistunnel bedroht nun ein weiteres Tunnelprojekt
eine hochsensible und international geschützte Naturlandschaft: der
S1-Lobau-Tunnel.
Vor einem Monat, am 26. März 2015, hat das Bundesministerium für Verkehr,
Innovation und Technologie (BMVIT) den UVP-Genehmigungsbescheid hiezu
ausgestellt.
Wie angekündigt hat nun die Naturschutzorganisation „ALLIANCE FOR NATURE – Allianz für Natur“, die sich Jahre hindurch für die Errichtung des Nationalparks Donau-Auen eingesetzt hat, innerhalb gesetzter Frist ihre Beschwerde gegen den UVP-Bescheid eingebracht.
Nach Ansicht der anerkannten Umweltorganisation verstößt das Vorhaben
Zudem kritisiert die Landschaftsschutzorganisation, dass die Alternativen- und Variantenprüfung nicht ordnungsgemäß und gesetzeskonform durchgeführt wurde.
„Warum muss schon wieder ein Verkehrsträger mitten durch eine mehrfach und international geschützte Naturlandschaft gebaut werden, wenn dies auch an anderer Stelle möglich wäre?“ hinterfragt Alliance-Generalsekretär Christian Schuhböck das umstrittene Tunnelprojekt.
(2. Pressemitteilung der ALLIANCE FOR NATURE vom 27. März 2015)
In der heutigen OTS-APA-Aussendung der ASFINAG vom 27.03.2015 wird behauptet: „Mit dem Bau der Donauquerung als Tunnel verhindert die ASFINAG negative Auswirkungen auf den Nationalpark Donau-Auen.“
Dieser Behauptung widerspricht Christian Schuhböck, Generalsekretär der Umweltorganisation ALLIANCE FOR NATURE (AFN), die im UVP-Verfahren Parteienstellung hat: „Das Projekt ‚S1 Wiener Außenring Schnellstraße Abschnitt Schwechat – Süßenbrunn‘ durchquert mittels Tunnel die Lobau, das Europaschutzgebiet Donau-Auen (Natura 2000) bzw. den Wiener Anteil des Nationalparks Donau-Auen. Es stellt somit einen gravierenden Eingriff in dieses mehrfach auf nationaler und internationaler Ebene geschützte Gebiet dar. Bei Realisierung des Tunnelprojektes würde v.a. in das Grundwasserregime der Lobau eingegriffen werden.“
„Negative Auswirkungen auf den international anerkannten Nationalpark Donau-Auen würde die ASFINAG nur dann verhindern, wenn sie den S1-Lobau-Tunnel nicht baut“, stellt Schuhböck klar. Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVwG) wird ALLIANCE FOR NATURE jedenfalls die Unrechtmäßigkeit der Umweltverträglichkeitsprüfung aufzeigen, kündigt ALLIANCE FOR NATURE an.
(1. Pressemitteilung der ALLIANCE FOR NATURE vom 27. März 2015)
Neben dem umstrittenen Semmering-Basistunnel bedroht nun ein weiteres Großprojekt eine hochsensible und international geschützte Naturlandschaft: der S1-Lobau-Tunnel.
Die Landschaftsschutzorganisation „ALLIANCE FOR NATURE – Allianz für Natur“ (AFN) hat bereits in ihren Einwendungen festgehalten, dass das Tunnelprojekt nicht quer durch die Lobau führen dürfe. Denn dieses Landschaftsschutzgebiet ist Teil des international anerkannten Nationalparks Donau-Auen, für den in den 1980er und 1990er Jahren tausende Bürger und zahlreiche Umweltorganisationen eingetreten sind. ALLIANCE FOR NATURE kritisiert die mangelhafte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vor allem wegen der falschen Annahme, dass sich das international geschützte Gebiet nur an bzw. über der Erdoberfläche erstrecke.
Alliance-Generalsekretär Christian Schuhböck, Gerichtssachverständiger für Naturschutz: „Die UVP zum ‚Projekt S1 Wiener Außenring Schnellstraße Abschnitt Schwechat – Süßenbrunn‘ wurde unter unrichtigen Voraussetzungen durchgeführt. Denn man ist fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sich der Nationalpark Donau-Auen nur an bzw. über der (Erd-)Oberfläche befinde. Tatsache ist aber, dass der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum darstellt, der sich auch tief in den Untergrund, d.h. bis in die mehrfach übereinander liegenden Grundwasserhorizonte, erstreckt.“
Das Schnellstraßenprojekt verstößt gegen das Wiener Nationalparkgesetz und die Wiener Nationalparkverordnung, gegen die Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG zwischen dem Bund und den Ländern Niederösterreich und Wien zur Errichtung und Erhaltung eines Nationalparks Donau-Auen und es widerspricht den Intentionen des Europaschutzgebietes Donau-Auen samt den damit verbundenen EU-Richtlinien.
ALLIANCE FOR NATURE kündigt deshalb Berufung an.
Lobau:
Wird Nationalpark Donau-Auen untergraben ?(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom Frühjahr 2007)
1984: Tausende ÖsterreicherInnen – von jung bis alt, Studenten bis
Pensionisten – besetzten in eisiger Kälte die Stopfenreuter Auen, um diese
außergewöhnliche Auenlandschaft mit ihrer wunderbaren Fauna und Flora vor
dem Großkraftwerk Hainburg zu retten – mit Erfolg.
1984-1996: Über 10 Jahre hindurch bemühten sich Natur- und
Umweltschutzorganisationen für einen Nationalpark Donau-March-Thaya-Auen.
ALLIANCE FOR NATURE und der NÖ Naturschutzbund organisieren zu diesem
Zweck gemeinsam zahlreiche Veranstaltungen, an denen auch hochrangige
Politiker des Landes Niederösterreich wie die Landesräte Ewald Wagner und
Franz Blochberger teilnahmen und für die baldige Realisierung des
Nationalparks eintraten.
1996: 12 Jahre nach dem „Kampf in der Au“ erklärten hochrangige Politiker
– allen voran NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll – die Donau-Auen zum
Nationalpark; die March- und Thaya-Auen blieben aus politischen Gründen
ausgespart. Nach der gesetzlichen Verankerung des Nationalparks erfolgte
auch seine internationale Anerkennung durch die IUCN
(Weltnaturschutzunion).
2003: Nicht einmal 10 Jahre nach der feierlichen Eröffnung des
Nationalparks Donau-Auen wurden Pläne einer Autobahn-Querung durch die
Lobau, dem Wiener Nationalpark-Anteil, bekannt. Scheingefechte zwischen
der Stadt Wien und der Straßenbaugesellschaft ÖSAG sollten von der
Grundsatzdiskussion über die Auswirkungen der Autobahn auf das
Nationalpark-Gebiet ablenken. Die Länder Wien und Niederösterreich sowie
das Verkehrsministerium einigten sich auf eine Untertunnelung der Lobau.
2006: Zehn Jahre nach der gesetzlichen Verankerung des Nationalparks
Donau-Auen sollten Probebohrung in der Lobau stattfinden. Eine kurzzeitige
Besetzungsaktion einzelner NGOs folgte.
2007: Nach Auskunft der Umweltschutzabteilung der Stadt Wien sollen die
Probebohrungen durchgeführt und zu einem Abschluss gebracht werden. Die
Aufschlüsse sollen dann zeigen, mit welchen Beeinträchtigungen tatsächlich
zu rechnen sei.
Es stellt sich jedoch die prinzipielle Frage, ob eine weitere Autobahn die
Verkehrsproblematik nicht noch verschärft. Schon seinerzeit bei der
Eröffnung der Südost-Tangente haben Politiker gemeint, dass die täglichen
Verkehrsstaus nun ein Ende haben. Und wie stehen die Dinge heute?
Doch aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes stellt sich noch eine weitere
gravierende Frage: Welchen Stellenwert hat ein Nationalpark bei den
Politikern, wenn er ohne weiteres untergraben und mittels Autobahn gequert
werden kann. Schließlich endet der Nationalpark ja nicht an der
Erdoberfläche! Gerichte werden sich noch mit dieser Frage zu beschäftigen
haben und eine jahrelange Auseinandersetzung ist vorausprogrammiert,
besinnen sich die Politiker nicht wieder auf ihren Auftrag, zum Wohle der
Bevölkerung und nicht im Dienste der Bau- und Verkehrslobby zu agieren.
ALLIANCE FOR NATURE wird jedenfalls danach trachten, Parteienstellung bei
den jeweiligen Verfahren zu erlangen, um für den Schutz der Donau und der
Lobau, dem Naherholungsgebiet der WienerInnen, eintreten zu können.
Unterstützen Sie bitte unsere AFN-Initiative „Schutz der Donau – Lobau“.
Besten Dank!
Spendenkonto:
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(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom September 2003)
Beinahe 20 Jahren ist es her, als tausende Staatsbürger die Stopfenreuther
Auen besetzten, um diese außergewöhnliche Fluss- und Auenlandschaft vor
der Zerstörung durch ein Laufkraftwerk bei Hainburg zu retten. Mit Erfolg
– denn mehr als 10 Jahre danach wurde der Nationalpark Donau-Auen
gesetzlich verankert und damit eines der wichtigsten Refugien Europas für
die Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Doch nun droht alles den Bach,
respektive die Donau, runter zu gehen. Die Europäische Kommission hat
nämlich die Donau als Wasserstraße zu einem Transportkorridor der
TEN-Projekte erklärt und fordert ihren Ausbau. Nach den Vorstellungen der
Bürokraten soll die Donau auf eine Tiefe von rund 3,20 m ausgebaut werden.
Im Bereich der Wachau und östlich von Wien, wo der ehemals kraftstrotzende
Strom noch frei fließen darf und weder durch Kraftwerksbauten noch durch
Staudämme denaturiert ist, besitzt die Donau eine Tiefe von rund 2,50 m.
Diese „Untiefen“ sind der Schifffahrt und Transport-Wirtschaft schon lange
ein Dorn im Auge, weshalb sie eine höhere Fahrwassertiefe fordern. Zu
diesem Zweck soll die Donau nun auch in den bisher verschont gebliebenen
Bereichen in ein Korsett flussbaulicher Maßnahmen gezwängt werden.
Erstaunlicherweise freut sich Österreichs Verkehrsminister Hubert Gorbach
über diese EU-Entscheidung, anstatt sie heftig zu kritisieren und zu
bekämpfen. Denn ein Donau-Ausbau würde den gesetzlich verankerten
Nationalpark Donau-Auen gefährden und die Welterbe-Kulturlandschaft Wachau
beeinträchtigen. Außerdem übernimmt die EU ohnedies nur die Hälfte der
Planungskosten und gerade einmal 10 bis 20 Prozent der Baukosten. Den
Löwenanteil hätten wir Österreicher zu berappen. Mit anderen Worten: Das
Volk soll dafür bezahlen, dass noch mehr Transitverkehr durch Österreich
fließen kann. Ganz zu schweigen davon, dass Österreich durch diese
verkehrspolitische Fehlentwicklung immer mehr ohnehin schon selten
gewordene Naturlandschaften verlieren würde.
ALLIANCE FOR NATURE, die im Rahmen ihrer erfolgreichen Initiative
„Welterbe Wachau“ mehr als 7 Jahren für die Eintragung dieser wunderbaren
Donaulandschaft in die UNESCO-Welterbe-Liste gearbeitet hat, wird dafür
eintreten, dass die ehemals schöne blaue Donau nicht vollkommen zu einer
Staukette degradiert wird. Auch hinsichtlich der Auenlandschaft östlich
von Wien wird sich ALLIANCE FOR NATURE dafür einsetzen, dass der Erfolg
der Hainburg-Kämpfer nicht umsonst war. Das Land Niederösterreich
unterstützt zwar die Initiative „Welterbe Donau-March-Thaya-Auen“ der
ALLIANCE FOR NATURE, hat aber die Region samt Marchfeldschlösser immer
noch nicht auf die Vorschlagsliste potentieller Welterbestätten setzen
lassen. Deshalb kann die Republik Österreich auch nicht eine entsprechende
Nominierung bei der UNESCO einleiten. Ähnlich wie am Semmering scheint
sich erneut ein Wettlauf um die Erhaltung eines österreichischen Natur-
und Kulturerbes anzubahnen.
(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom Juni 2003
Immer konkreter werden die Pläne für die 6. Donauquerung bei Wien. Im
Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung (SUPer NOW) wurden verschiedene
Varianten geprüft, wobei jene einer Untertunnelung der Lobau als die
angeblich sinnvollste bewertet wurde. Auf Fragen, welche Auswirkungen die
Autobahn auf den Nationalpark Donau-Auen bzw. die Lobau hätte, gab es
jedoch bislang keine oder nur unzureichende Antworten. Dementsprechend hat
nun ALLIANCE FOR NATURE, die sich für die Errichtung des Nationalparks
Donau-Auen eingesetzt hat und derzeit die Initiative „Welterbe
Donau-March-Thaya-Auen“ durchführt, einen Fragenkatalog an die
Naturschutzbehörde der Stadt Wien gerichtet, um detaillierte Auskunft über
die möglichen Konsequenzen dieses massiven Eingriffes in den Natur- und
Wasserhaushalt der Lobau zu erhalten. Denn gemäß Wiener
Nationalpark-Gesetz ist u.a. die ökologische Funktionsfähigkeit und die
natürliche Entwicklung des Auenökosystems in seiner aktuellen
Erscheinungsform nachhaltig zu gewährleisten, die internationale
Anerkennung des Nationalparks gemäß Richtlinien der Weltnaturschutzunion
IUCN auf Dauer zu erhalten,
die natürliche Vielfalt an dauerhaft lebensfähigen Populationen und
Lebensgemeinschaften zu erhalten und zu fördern, eine ausreichende
Vielfalt und Flächengröße der Lebensräume von (Zug)Vogelarten zu erhalten
und zu fördern,
einzigartige Landschaften und Biotope zu erhalten und der Wasserhaushalt
des Auenökosystems zu schützen und zu verbessern sowie der
Grundwasserkörper als Reserve an hochwertigem Trinkwasser für Zeiten des
Wassermangels zu sichern. Mit einer Beantwortung des Fragenkataloges ist
im Sommer 2003 zu rechnen. Jedenfalls wird ALLIANCE FOR NATURE danach
trachten, dass der Nationalpark Donau-Auen als Refugium zahlreicher Tier-
und Pflanzenarten sowie Erholungsgebiet der Bevölkerung in Wien und
Niederösterreich erhalten bleibt.
(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom November 2002)
Alliance-Generalsekretär DI Christian Schuhböck wurde nun vom WWF Österreich als ordentliches Mitglied in den Wiener Nationalpark-Beirat Donau-Auen entsandt. Dadurch ist es der ALLIANCE FOR NATURE (AFN) möglich, etwaige negative Entwicklungen auf den Nationalpark frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Und es zeigt sich, dass die Zukunft dieses wichtigen Refugiums nicht gerade rosig aussieht. Denn Großbauprojekte wie die 6. Donauquerung im Zuge des Autobahnrings rund um Wien, die Erweiterung des Flughafens Wien-Schwechat, der Ausbau der Donau-Schifffahrtsrinne sowie zahlreiche Infrastrukturprojekte entlang der March sind in Planung. Dementsprechend trachten der WWF und die AFN danach, negativen Entwicklungen zum Schaden dieser außergewöhnlichen Auenlandschaft rechtzeitig entgegen zu treten. Die ALLIANCE FOR NATURE möchte daher so rasch als möglich eine Nominierung der Donau-March-Thaya-Auen als Welterbe-Gebiet erreichen und sucht nach Verbündeten. Denn jetzt bedarf es nur mehr einer umfangreichen Dokumentation als Einreichunterlage. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrem geschätzten Mitgliedsbeitrag bzw. Ihrer Spende. Herzlichen Dank!
(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom März 2002)
Im Rahmen der wunderschönen Otto-Wagner-Villa präsentierten Prof. Ernst
Fuchs und DI Christian Schuhböck die Lithographie „Begegnung am Fluss“,
die der Künstler zugunsten der Initiative „Welterbe
Donau-March-Thaya-Auen“ zur Verfügung stellt. Einige Restexemplare zu €
720,- sind bei der ALLIANCE FOR NATURE (Tel.: 0676/419 49 19; Fax: 01/893
92 98; Email: office@AllianceForNature.at) noch erhältlich.
Die Initiative ist nun notwendiger denn je. Denn einerseits besteht die
Gefahr, dass der bestehende Nationalpark Donau-Auen, für den zahlreiche
Österreicher 1984 auf die Barrikaden stiegen, im Bereich der Lobau durch
eine Schnellstraße beeinträchtigt wird und andererseits die Donau und die
March für die Schifffahrt vollends ausgebaut werden. Der
Donau-Oder-Elbe-Kanal wird seitens bestimmter Interessensvertreter hinter
dem Rücken der Öffentlichkeit forciert. Deshalb unterstützen Sie bitte die
Initiative „Welterbe Donau-March-Thaya-Auen“, die auch von NÖ
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll befürwortet wird.
(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom November 2001)
„Nach den Feiern in der Wachau muss nun daran gearbeitet werden, die
Gefahr eines Vollausbaues der Donau zu bannen“, rief
Alliance-Generalsekretär DI Christian Schuhböck im September 2001 alle
Verantwortlichen auf. Denn Anfang September haben in Rotterdam die
Verkehrsminister der Donau-Anrainerstaaten ein „Memorandum of
understanding“ unterzeichnet, das auf einen Vollausbau der Donau abzielt.
So sollen u.a. die Schifffahrtsrinne der Donau vertieft und neue
Hafenanlagen errichtet werden, die geplante und bestehende
UNESCO-Welterbestätten an der Donau gefährden.
„Die Bevölkerung und Gemeinden in der Wachau sollen durchaus die
Verleihung der UNESCO-Welterbe-Urkunde gebührend feiern. Doch nun sind die
Hemdsärmeln aufzukrempeln und für die letzten freien Fließstrecken der
Donau zu kämpfen“, appelliert Christian Schuhböck. Denn schließlich geht
es um die Frage: „Soll die Donau für kommende Generationen erhalten – oder
weiter ausgebaut und zu einem Werkskanal degradiert werden?“
Im Dezember 2000 startete die ALLIANCE FOR NATURE die Initiative „Weltnaturerbe Donau-March-Thaya-Auen“, um diese außergewöhnliche Fluss- und Auenlandschaft unter den Schutz der internationalen Staatengemeinschaft zu stellen. Nun hat die Initiative prominente Unterstützung erhalten. Prof. Ernst Fuchs, einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, stellt die Lithographie „Begegnung am Fluss“ speziell für diese gemeinnützige Initiative zur Verfügung und präsentiert sie am 26. November 2001 in der Otto-Wagner-Villa in Wien-Hütteldorf im Rahmen einer Benefizveranstaltung. Sichern Sie sich bereits jetzt ein Exemplar dieser symbolträchtigen Lithographie und lassen Sie sich das Kunstwerk vom Meister persönlich signieren und mit einer Widmung versehen. So günstig kommen Sie nie wieder zu einem „Original-Fuchs“ – und helfen überdies einer Naturschutz-Initiative.
(Nachrichten der ALLIANCE FOR NATURE vom Mai/Juni 2001)
Im Dezember 2000 startete die ALLIANCE FOR NATURE die Initiative
„Weltnaturerbe Donau-March-Thaya-Auen“, um diesen größten
zusammenhängenden Auwald Mitteleuropas - gemeinsam mit Tschechien und der
Slowakei - zur grenzüberschreitenden Welterbestätte erklären zu lassen.
Damit möchte die ALLIANCE FOR NATURE erreichen, dass die Donau – nach der
Wachau – nun auch östlich von Wien diesen außergewöhnlichen Schutzstatus
durch die UNESCO erhält. Denn das hochgesteckte Ziel der ALLIANCE FOR
NATURE ist es, dass in Österreich die beiden noch verbliebenen freien
Fließstrecken der Donau (Wachau, Donau-Auen) unter diesen internationalen
Schutz gestellt und sodann für kommende Generationen erhalten werden.
Mittlerweile hat Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll seine
Unterstützung zugesagt und den Bund um dessen Mithilfe ersucht. Auch
Umweltorganisationen wie der WWF Österreich und der NÖ Naturschutzbund
fördern die Initiative. Erfreulich ist insbesondere die Entwicklung an der
Basis. Denn mittlerweile haben sich zig regionale Bürgerinitiativen für
die Nominierung der Donau-March-Thaya-Auen als Weltnaturerbe
ausgesprochen. Selbst die Weltnaturschutzunion IUCN, die für die
Evaluierung potentieller Weltnaturerbestätten zuständig ist, sieht einer
Nominierung mit Interesse entgegen. Derzeit führt die ALLIANCE FOR NATURE
in der Region Informationsveranstaltungen durch, um die betroffene
Bevölkerung vom Ziel und der Entwicklung dieser Initiative zu
unterrichten. Unterstützungserklärungen mit Unterschriftenlisten sind im
Alliance-Büro (Tel./Fax: +43 1 893 92 98) erhältlich.